Aufschieberitis Ade: Das Aufschieben von Aufgaben vermeiden

Aufschieberitis Ade…

Schluss mit Aufschieben von Aufgaben!

 

Haben Sie „gute Vorsätze“ für das neue Jahr gefasst? – Und schon umgesetzt oder doch noch etwas verschoben?

Das Phänomen des Aufschiebens ist fast jedem bekannt- und zwar nicht nur bei den guten Vorsätzen. Eigentlich ist das eine relativ sympathische menschliche Schwäche – die aber leider auch erhebliche Nachteile haben kann. Wir wissen eigentlich ganz genau, was für uns gut und richtig ist: Ein paar Pfund weniger, ein bischen mehr Bewegung oder endlich die Steuererklärung machen.

Eigentlich. Statt dessen putzen wir das Bad, telefonieren stundenlang oder surfen im Interenet – Ersatztätigkeiten, die weniger Aufwand erfordern und schneller ein befriedigendes Erlebnis erzielen. Dinge mit unangenehmen Beigeschmack schieben wir gerne vor uns her. Aber nicht nur die. Manchmal vertagen wir sogar unsere Träume.

Inneres Aufschieben… nicht Verleugnen, sondern Erkennen!

Wer aufschiebt, vertagt Tätigkeiten, die ihn weiterbringen würden. Es gibt sogenannte „Vermeidungsaufschieber“ und die „Erregungsaufschieber“. Der Vermeider scheut Anstrengung. Er vertagt Entscheidungen, um sich selbst zu schützen. Dahinter stecken meist Selbstzweifel oder ein hang zum Perfektionismus. Er befürchtet, seine Arbeit könnte nicht gut genug sein. Darum schiebt er sie so lange vor sich her, bis er irgendwann sagen kann: „Jetzt ist die Zeit zu knapp, dass kann ich nicht mehr schaffen.“ Er will nicht als Versager dastehen. Lieber lässt er sich nachsagen, er habe sich nicht genügend angestrengt.

Manchmal vertagt er Entscheidungen auch aus Angst vor dem Erfolg. Er würde zwar gern den nächsten Schritt im Richtung Erfolg gehen, aber Erfog bedeutet nicht nur Geld, Ansehen, eine gute Figur, sondern evtl. auch mehr Verantwortung. Erreicht er eine bessere Anstellung, muss er sich auch um mehr kümmern. Hat er endlich das erwünschte Gewicht, muss er es auch halten können und sich dafür weiter anstrengen.

Ist all das die Mühe wert? Erst mal abwarten.

Der Erregeungsaufschieber dagegen hat andere Motive: Er erledigt grundsätzlich alles auf den letzten Drücker, weil er sich dadurch den Kick holt, den er mit geplanter Arbeit nie erreicht hätte.

Es gibt ihm ein gutes Gefühl, „es doch noch geschafft zu haben“. Allerdings tut der Stress, den er durch dieses ständige Aufschieben erlebt, gar nicht gut. Wenn er an die zu erledigenden Aufgaben denkt, bekommt er ein ungutes Gefühl, manchmal sogar Angst oder Panik. Werden die Arbeiten oder Aufgaben dann doch endlich angegangen, erfolgt das meist unter großem Zeitdruck. Es schleichen sich Fehler ein und so hört der Stress nach getaner Arbeit nicht auf. Und das nächste Aufschieben ist schon vorprogrammiert.

Sowohl der Erregungs-als auch Vermeidungsaufschieber baut Angst auf, d.h. im Gehirn werden Stresshormone ausgeschüttet. Ist das Problem dann vom Tisch, lässt der Stress schlagartig nach. Erleichtertes Aufatmen. Aber nur für kurze Zeit.

Vorsätzte realisieren, statt sie vor sich herzuschieben

Was haben wir uns nicht schon alles vorgenommen und dann doch wieder aufgeschoben: mehr Sport treiben, sich gesünder ernähren oder weiger Alkohol trinken. Weil der die Gesundheit schädigt. Wir wissen das. Aber ändern wir deshalb unser Verhalten? Meist nicht.

Das Gläschen Rotwein zum Feierabend antlastet. Ein schönes Gefühl und damit eine positive Verstärkung unseres Verhaltens. Warum etwas ändern? Dass das Weintrinken zum Stressabbau inzwischen ein Ritual ist, schieben wir beiseite und denken, wir könnten es auch lassen. Tatsächlich?

Am ehesten gelingt eine Veränderung, wenn das „alte“ Feierabendritual“ durch ein „neues“ ersetzt wird. Vielleicht durch Yoga oder eine kleine Meditation. Hauptsache, sie verschafft ein gutes Gefühl.

Vorsätzte müssen mit positiven Emotionen verkoppelt werden, damit sie Wirklichkeit werden.

Echte Veränderungsbereitschaft entsteht oft erst durch Leistungsdruck oder ein bestimmtes Ziel, dass man vor Augen hat. Wenn z.B. jemand auf Grund seines zu hohen Gewichtes berufliche Probleme bekommt oder man zu einer großen Feier eingeladen ist. Dann fällt es plötzlich ganz leicht, einen vernünftigen Ernährungsplan durchzuhalten und regelmäßig Sport zu treiben.

Um diese Erfolge zu sichern, ist es besonders wichtig, sich täglich an die errungenen Erfolge zu erinnern. Die positiven Kommentare und Komplimente ebben irgenwann ab und auch das neue Gewicht wird zur Gewohnheit. Damit sich dann die Kilos nicht wieder ansammeln, am besten ein Bild aus „dicken Tagen“ so plazieren, dass man es täglich vor Augen hat. Das ermahnt zum weiter machen und lässt den eigenen Erfolg nicht ins Vergessen geraten.

Konflikte klären, statt sie zum Lieblingsthema machen

„Manch einer ist ins gemütliche Elend verliebt. Als ob er nicht glücklich sein dürfte“, sagt der Gestalttherapeut Dr. Mahtias Jung. So verharrt man in einer kaputten Ehe oder einem Job, der unglücklich macht. Das Gefühl der Sicherheit konkurriert häufig mit dem der Selbstverwirklichung. Will man mehr von dem einen, muss man von dem anderen etwas abgeben. Dann stellt sich die Frage: lossegeln und sich unterwegs auf stürmischer See selbst neu entdecken – oder bleiben.

Um die Antwort zu finden, brauchen wir Entscheidungshilfen: einen Berater oder eine Probefahrt hinaus aufs Meer. Allein. Wichtig ist ein klar definiertes Zeitfenster, in dem wir neue Erfahrungen machen wollen. Nach Ablauf der Frist ist dann die Entscheidung fällig.

Träume leben, statt das Leben zu träumen

„Eigentlich wollte ich schon immer mal…“ Solange wir das nicht auf dem Sterbebett sagen, ist noch einiges möglich. Träume sind wie Eisberge- man muss unter die Wasseroberfläche schauen, um zu sehen, welche Tiefe unsere Wünsche haben. Möglicherweise sind sie auch negativ besetzt.

Es ist wichtig, herauszufinden, ob es wirklich das eigene Ziel ist oder nur eine Vorstellung, die von der Gesellschaft oder äußeren Umständen in unseren Kopf geplanzt wurde. Dass heißt, wir müssen die Träume auf ihre persönliche Bedeutung abklopfen. Sind wir danach überzeugt: „Wenn ich das jetzt nicht tue, wird mein Leben unvollständig bleiben“ – dann ist dieser Traum ein Lebensziel. Und das sollte nicht mehr verschoben werden.

Freundliche Grüße

Dimitri Schneider

Dimitri Schneider ist Internetmarketer mit Leidenschaft und Betreiber der Online Geld Verdienen Plattform www.verdienst-methode.com.

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