Selbstständig werden – 10 Schritte zur Selbstständigkeit | Existenzgründung

Selbstständig werden: 10 Schritte zur Selbstständigkeit

Wer träumt nicht davon? – Sein eigener Herr zu sein. In die Selbstständigkeit eintreten, selbst bestimmen, wann was erledigt wird. Sein eigenes Geschäft zu führen oder freiberuflich einer Tätigkeit nachzugehen, davon träumen viele. Statistiken zeigen, dass die Zufriedenheit der Menschen, die ihr eigenes Business führen, deutlich größer ist als jene von Angestellten, denen ihr Job nicht nur keinen Spaß macht, sondern auch jegliche Arbeitsmotivation fehlt. Dass das Angestelltendasein dafür eine gewisse Sicherheit bietet, kann dies nicht kompensieren. Die Abhängigkeit von Vorgesetzten, Chefs, Unternehmensführung, Zwängen der Unternehmenskultur lähmt viele so sehr, dass sie gar unproduktiv oder krank werden. Einigen Menschen gelingt der Ausbruch aus dem Angestelltenstatus und der Einstieg in ein komplett selbstbestimmtes Arbeitsleben. Etliche wiederum scheitern – dabei sind die Punkte, die es beim Sich-selbstständig-machen zu berücksichtigen gilt, durchaus überschaubar. Zwar sind sie nicht ganz ohne, aber dennoch kein Ding der Unmöglichkeit.

Im Grunde sind es nur 10 Schritte bis zur Selbstständigkeit:

1. Die Idee

Von vielen als der entscheidende Faktor gehalten, scheitern viele bereits an diesem wirklich ersten Punkt. Dabei ist der gar nicht einmal so außerordentlich bedeutend. In der Tat ist es so, dass viele Kleinunternehmer sich auf bereits existierende Produkte oder Dienstleistungen konzentrieren, diese Services oder Waren nur wesentlich effizienter, kostengünstiger, attraktiver anbieten oder gestalten. „Me too“ ist das Stichwort – nur ein Mehrwert sollte dabei sein, etwas das anders ist als bei der Konkurrenz.

2. Der Business-Plan

Stellen Sie einen Business-Plan auf. Vorlagen oder Unterstützung gibt es bei der Agentur für Arbeit, dem Berufszentrum oder im Internet. Ein Business-Plan muss nicht notwendigerweise hunderte Seiten mit tausenden Grafiken umfassen. Recherchieren Sie, wie viel Sie für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung verlangen können, wie viel Sie investieren müssen (unterscheiden Sie dabei zwischen Fix- und laufenden Kosten) und wie groß das Potenzial ist, das Ihr Markt bietet, z. B. indem Sie Ihre Zielgruppe genau definieren und ausfindig machen. Evaluieren Sie zudem den Wettbewerb: wie viele Konkurrenten gibt es, wie stark sind sie, wo wirken sie (lokal, regional, national, international) und wie wollen Sie sich ihnen gegenüber absetzen. Der Plan sollte aufzeigen, was für Ihr Vorhaben nötig ist zum erfolgreichen Markteintritt, wie Sie eventuelle Hindernisse zu überwinden gedenken und wie Sie behördliche Regulierungen meistern.

3. Die Finanzierung

Beurteilen Sie, ob Sie eine Finanzierung Ihres Business benötigen. Jeder Business-Plan berücksichtigt die finanzielle Situation. Auf welche Weise beschaffen Sie sich das nötige Startkapital und wie wollen Sie vorgehen, um die laufenden Kosten im Anschluss dann zu tragen? Benötigen Sie einen Kredit von Ihrer Bank? Finanzieren Sie Ihr Vorhaben selbst? Sie sollten auch daran denken, dass Sie nicht nur für Ihr Business Geld brauchen, sondern nach wie vor auch für sich selbst, um die Lebenshaltungskosten zu decken.

4. Der Marketing-Plan

Setze Sie einen Marketing-Plan auf. Marketing bedeutet nicht gleichzeitig hohe Kosten. Es gibt viele Maßnahmen, die kostenfrei sind oder schon mit geringem Aufwand realisiert werden können, gerade zu Zeiten des Internets. Informieren Sie sich in einschlägiger Literatur oder auf speziellen Online-Foren, die sich diese Fragen zum Thema machen. Tauschen Sie sich mit Gleichgesinnten aus. Auch hier kann Ihnen Ihr Business-Plan helfen: denn wenn Sie Ihr Produkt, Ihre Zielgruppe und Ihren Wettbewerb kennen, lassen sich auch die Marketing-Maßnahmen leicht darauf ausrichten.

5.  Die Infrastruktur

Denken Sie zu einem frühen Zeitpunkt daran, Ihre Infrastruktur aufzubauen. Das heißt nicht, dass Sie eine Fabrik bauen oder sündhaft teure Räume als Büro anmieten sollen.

Es heißt vielmehr, eine Kundenkartei sauber zu führen, laufend auf dem aktuellen Stand der Technik zu sein und genau Buch zu führen. Viele verlieren nämlich schnell den Überblick und wissen nach kurzer Zeit schon nicht mehr, ob sie Gewinn oder Verlust machen. Ordnung und Struktur sind essenziell für einen guten Start und spätere Expansion.

6. Der Anfang

Legen Sie los! Sobald Sie sich sicher sind, dass Sie in absehbarer Zeit profitabel werden, beginnen Sie, Ihren Plan umzusetzen. Dazu sollten Sie wenigstens ein paar Kunden bereits an Land gezogen haben, bevor Sie sich in Werbung und Marketing verlieren. Konzentrieren Sie sich zunächst auf das, was ist, und nicht auf das, was sein wird. Versuchen Sie zunächst, Geld einzunehmen, anstatt Geld auszugeben. Je mehr Sie einnehmen, ohne dieselbe Summe gleich wieder auszugeben, umso profitabler werden Sie sein.

7. Das Internet

Benutzen Sie das Internet … bzw. jedwede Technologie, die Sie sich leisten können und die Ihrem Unternehmen einen Vorteil bringen kann. Suchen Sie Ihre Kundschaft im Internet, setzen Sie eine Firmenseite auf und zeigen Sie Ihren potenziellen Klienten, was Sie anbieten, wie gut Sie sind und weshalb Ihre Produkte oder Dienstleistungen geeigneter sind als die des Wettbewerbs. Auch als Vertriebskanal kann das Internet dienen. Webshops gehören inzwischen zu den beliebtesten Absatzkanälen überhaupt.

8.  Kundenfreundlichkeit

Gestalten Sie alles, was Sie anbieten, so kundenfreundlich wie möglich. Auch die Zahlungsmöglichkeiten sollten so sein, wie es Ihre Kunden wünschen: sicher, flexibel und transparent. Gerade in der heutigen Zeit, in der Manipulationen Tür und Tor geöffnet sind, ist dies unabdingbar. Neben der Akzeptanz von Kreditkartenzahlung ist sicherlich auch Paypal eine der besten Optionen, die angeboten werden sollten. Im Kundenkontakt sollten Sie stets freundlich, hilfsbereit und kompetent erscheinen, denn: der Kunde ist nun mal König.

9. Tools

Verwenden Sie frei zugängliche Tools. Davon gibt es genügend: Hilfreiche Bücher in Ihrer Stadtbibliothek, Support über Ämter und Behörden, Open Source Software im Internet, Formularvorlagen, Webverzeichnisse, Weiterbildungen, Networking – und manchmal sogar Finanzierungen. Machen Sie sich alles, was Sie kostenfrei erhalten können, zunutze.

10. Freie Zeit

Bei all der Euphorie, die Sie womöglich packen wird, und bei all dem Einsatz, den Sie leisten – und den Sie vermutlich auch gerne leisten – vergessen Sie nicht, sich auch Freiräume zu schaffen, Pausen einzulegen und auch mal andere Dinge zu tun, als an Ihr eigenes Business zu denken. Sonst droht über kurz oder lang die Gefahr, eines Burn-outs. Treiben Sie weiter Sport, treffen Sie Freunde oder verbringen Sie Zeit mit Ihrer Familie. Sonst verlieren Sie am Ende mehr als Sie durch Ihre Selbstständigkeit gewinnen.

Viel Erfolg in Ihrem neuen Job als eigener Boss!

Freundliche Grüße

Dimitri Schneider

Dimitri Schneider ist Internetmarketer mit Leidenschaft und Betreiber der Online Geld Verdienen Plattform www.verdienst-methode.com.

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